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Krafttraining Grundlagen

Trainieren ohne Ergebnis?
Hier liegt der Fehler.

Keine Mythen. Keine Trends. Nur was wirklich funktioniert.

FAQ

Häufige Fragen zu Krafttraining-Grundlagen

Was ist Progressive Overload?

Progressive Overload heißt: Du steigerst die Belastung über die Zeit systematisch – mehr Gewicht, mehr Wiederholungen oder mehr Sätze. Ohne diese Steigerung passt sich dein Körper nicht an, weil er keinen Reiz hat, stärker zu werden. Das ist das Grundprinzip hinter jedem funktionierenden Trainingsplan.

Was ist RIR (Reps in Reserve)?

RIR steht für Reps in Reserve – also wie viele Wiederholungen du noch sauber schaffen könntest, wenn der Satz nicht enden würde. RIR 2 heißt: du brichst ab, wenn noch 2 saubere Reps möglich wären. Für Muskelaufbau ist RIR 0–3 der Zielbereich, weil du nah genug ans Muskelversagen kommst, ohne dich technisch oder neuronal zu ruinieren.

Was ist Hypertrophie?

Hypertrophie ist das Wachstum der einzelnen Muskelfasern durch gezielten Reiz. Neue Muskelzellen entstehen nicht – die vorhandenen werden dicker. Der Reiz entsteht durch Muskelspannung nahe am Versagen, kombiniert mit Volumen (Sätze × Wiederholungen × Gewicht) und ausreichender Regeneration.

Wie oft sollte ich pro Woche Krafttraining machen?

Für den Anfang reichen 2–3 Ganzkörper-Einheiten pro Woche. Fortgeschrittene trainieren jeden Muskel 2× pro Woche – das kann ein 3er-Split, 4er-Split oder Oberkörper-Unterkörper-Teilung sein. Entscheidend ist nicht die Häufigkeit, sondern dass du pro Muskel genug Volumen (8–20 effektive Sätze/Woche) im RIR-Zielbereich erreichst.

Was ist ein Deload und wann brauche ich ihn?

Ein Deload ist eine Woche mit reduzierter Trainingsintensität (meist 50–70 % des üblichen Volumens oder Gewichts). Er dient der Erholung von Ermüdung, die sich über mehrere Wochen anhäuft. Typisch alle 4–8 Wochen – oder wenn Kraftwerte stagnieren, der Schlaf schlechter wird oder die Motivation einbricht.

Wie viel Volumen pro Muskelgruppe ist optimal?

Für Muskelwachstum liegt das Volumen-Fenster typisch bei 8–20 Sätzen pro Muskel pro Woche (Schoenfeld, Israetel). Anfänger kommen mit 8–10 weit, Fortgeschrittene brauchen 14–20, um weiter zu wachsen. Über 20 Sätze lohnt sich nur, wenn Ernährung und Schlaf stimmen – sonst bremst Ermüdung mehr, als Volumen nutzt.

Warum baue ich Muskeln ab, obwohl ich nichts ändere?

Ohne aktiven Reiz baut der Körper Muskeln ab dem 30. Lebensjahr langsam ab – etwa 1 % pro Jahr, ab 50 bis zu 2 %. Auch in Diätphasen verlierst du Muskelmasse, wenn du kein Krafttraining machst und zu wenig Protein isst. Muskelerhalt braucht aktiven Widerstand – egal in welcher Lebensphase.

Wie lange dauert es, bis man Muskelaufbau sieht?

Spürbare Kraftzuwächse zeigen sich meist nach 3–4 Wochen (neuronale Anpassung). Sichtbarer Muskelaufbau braucht 8–12 Wochen bei gutem Training, ausreichend Protein (1,6–2,2 g/kg Körpergewicht) und genug Schlaf. Realistische Raten: Anfänger 0,5–1 kg Muskelmasse pro Monat, Fortgeschrittene deutlich weniger.