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Wie viele Sätze brauchst du wirklich?
Trainingsvolumen Rechner: Optimale Sätze pro Muskelgruppe
Trainingstage, Erfahrung und Ziel eingeben. Du bekommst sofort die empfohlene Satzzahl pro Muskelgruppe. Basierend auf wissenschaftlichen Volume Landmarks.
Empfohlenes Wochenvolumen
103 Sätze / Woche
4x Training · Fortgeschritten · Hypertrophie
Sätze pro Muskelgruppe / Woche
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Dein Volumen automatisch steuern lassen
BoldMove passt dein Trainingsvolumen Woche für Woche an. Basierend auf deiner Regeneration, deinem Feedback und deinen Zielen.
Kostenlos startenWas ist Trainingsvolumen?
Trainingsvolumen ist die Gesamtmenge an Arbeit, die du einem Muskel pro Woche zumutest. Gemessen in Arbeitssätzen pro Muskelgruppe pro Woche. Keine Aufwärmsätze. Nur die schweren, stimulierenden Sätze mit einem RIR von 0-4. Alles andere ist Zeitverschwendung auf dem Papier.
Warum ist Volumen so entscheidend? Zu wenig Sätze? Kein Wachstum. Zu viele? Dein Körper frisst sich selbst auf. Die Forschung zeigt einen klaren dosisabhängigen Zusammenhang zwischen Volumen und Muskelwachstum. Aber nur bis zu einem bestimmten Punkt. Danach geht es rückwärts. Den Sweet Spot zu treffen ist der Unterschied zwischen Fortschritt und Stillstand.
Die Volume Landmarks: MV, MEV, MAV und MRV
Das Konzept der Volume Landmarks stammt von Dr. Mike Israetel (Renaissance Periodization). Es gibt dir einen klaren Rahmen, um dein Volumen zu steuern, statt ins Blaue zu raten:
MV (Maintenance Volume): Die minimale Satzzahl, um deine aktuelle Muskelmasse zu halten. Typisch 4-8 Sätze pro Muskelgruppe und Woche. Nutzt du in Deload-Wochen oder wenn du eine Muskelgruppe temporär de-priorisierst.
MEV (Minimum Effective Volume): Die niedrigste Satzzahl, bei der Muskelwachstum überhaupt stattfindet. Hier startest du idealerweise zu Beginn eines Mesozyklus. So hast du Raum nach oben.
MAV (Maximum Adaptive Volume): Der Bereich mit dem besten Return on Investment. Pro Satz bekommst du hier den meisten Muskelaufbau. Der Großteil deines Trainings gehört zwischen MEV und MAV. Das ist die grüne Zone in unserem Rechner.
MRV (Maximum Recoverable Volume): Die absolute Obergrenze. Darüber hinaus regenerierst du nicht mehr. Leistung sinkt, Verletzungsrisiko steigt, Muskel baut ab statt auf. Dein MRV erreichst du idealerweise nur in der letzten Woche eines Mesozyklus, bevor der Deload kommt.
Wie passt du dein Volumen über Zeit an?
Effektives Volumenmanagement folgt dem Prinzip der progressiven Überlastung über Mesozyklen. Ein typischer Mesozyklus dauert 4-6 Wochen:
- Woche 1: Starte am oder leicht über dem MEV. Genug Stimulus, maximale Erholung.
- Woche 2-3: Steigere um 1-2 Sätze pro Muskelgruppe. Du bewegst dich in die MAV-Zone.
- Woche 4-5: Du trainierst nahe am MAV oder leicht darüber. Erschöpfung steigt. Das ist gewollt.
- Woche 5-6 (Deload): Reduziere auf MV-Niveau. Leichtere Gewichte, weniger Sätze. Dein Körper superkompensiert. Nicht sicher, ob du einen Deload brauchst? Mach den Test.
Diese wellenförmige Periodisierung schlägt lineares Training, bei dem du jede Woche das gleiche Volumen fährst. Nach jedem Mesozyklus startest du den nächsten mit einem leicht höheren MEV. So steigt dein Volumen langfristig.
Trainingsvolumen und Frequenz
Wie du dein Wochenvolumen auf Trainingstage verteilst, ist nicht egal. Die Forschung ist eindeutig: 2-3 Einheiten pro Muskelgruppe und Woche schlagen eine einzelne Session. 16 Sätze Brust pro Woche? Dann mach 2 Sessions mit je 8 Sätzen. Nicht eine Session mit 16 Sätzen.
Der Grund: Ab ca. 8-10 Sätzen pro Muskelgruppe in einer einzelnen Session bricht die Qualität ein. Weniger effektive Reps, schlechtere Technik, mehr systemische Ermüdung. Dein Stimulus-to-Fatigue-Ratio geht in den Keller. Du arbeitest hart, aber nicht smart.
Die größten Fehler beim Trainingsvolumen
Zu viel, zu früh. Das ist der Fehler Nummer eins. Du startest direkt am oder über dem MAV, hast null Raum für Progression und bist nach 3 Wochen am Ende. Dein Körper hat keine Chance, sich anzupassen. Starte am MEV. Steigere systematisch. Geduld schlägt Ego.
Junk Volume. Du machst 4 Sätze, aber keiner war nah genug am Limit. Das ist kein Training. Das ist Aufwärmen mit extra Schritten. Zähle nur Sätze mit 0-4 RIR. Alles darüber ist Lärm, kein Signal.
Gleiches Volumen für alle Muskeln. Nicht jede Muskelgruppe braucht gleich viel. Große Muskeln (Rücken, Quadrizeps) vertragen mehr als kleine (Bizeps, Waden). Muskeln, die bei Compound-Übungen mitarbeiten (Trizeps beim Bankdrücken), brauchen weniger direkte Arbeit. Wenn du wissen willst, wie du dein Gewicht optimal auf die Scheiben verteilst, nutze den Hantelscheibenrechner.
Keine Deloads. Ohne regelmäßige Entlastungsphasen akkumuliert sich Erschöpfung schneller als Anpassung. Ein Deload alle 4-6 Wochen ist keine Schwäche. Es ist der Zeitpunkt, an dem die eigentliche Anpassung stattfindet. Wer nie deloaded, stagniert. So einfach.
Volumen ohne Progression. 16 Sätze Brust pro Woche bringen nichts, wenn du seit Monaten mit dem gleichen Gewicht trainierst. Volumen ist nur ein Parameter. Nutze den 1RM-Rechner, um deine Kraftentwicklung zu tracken. Fortschritt braucht alle drei Stellschrauben: Volumen, Intensität und Progression.
FAQ
Häufige Fragen zum Trainingsvolumen
Wie viele Sätze pro Muskelgruppe sind optimal?
Für die meisten Trainierenden liegen 10-20 Sätze pro Muskelgruppe und Woche im optimalen Bereich. Anfänger profitieren schon von 6-12 Sätzen, Fortgeschrittene steigern bis 20+. Entscheidend ist, dass du innerhalb deiner individuellen MEV-MAV-Zone trainierst.
Was sind Volume Landmarks (MV, MEV, MAV, MRV)?
Volume Landmarks sind wissenschaftlich fundierte Orientierungswerte für dein Trainingsvolumen. MV (Erhaltung), MEV (minimaler Stimulus für Wachstum), MAV (optimaler Bereich) und MRV (absolute Obergrenze). Sie ersetzen das Raten durch ein System.
Wie oft sollte ich pro Woche trainieren?
3-5 Trainingstage pro Woche sind für die meisten ideal. Wichtiger als die Gesamtzahl ist, dass du jede Muskelgruppe 2-3x pro Woche triffst. Ein 4-Tage Upper/Lower-Split oder Push/Pull/Legs sind bewährte Aufteilungen.
Soll ich als Anfänger weniger Volumen machen?
Ja. Anfänger wachsen schon mit wenig Volumen stark. 6-10 Sätze pro Muskelgruppe reichen oft. Der Vorteil: Du hast Raum, das Volumen über Monate systematisch zu steigern, wenn die Anpassung nachlässt.
Was zählt als ein Arbeitssatz?
Ein Satz, den du mit 0-4 Reps in Reserve (RIR) ausführst. Nah genug am Muskelversagen für einen echten Wachstumsreiz. Aufwärmsätze, leichte Pumpsätze und alles mit RIR 5+ zählt nicht.